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Skywalk CULT3

Cross Over Harness

CULT: Detaillösungen mit Stil

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Das CULT ist seit Jahren ein beliebtes Gurtzeug mit permanenten Schaumprotektoren, welches ständig weiterentwickelt wird. 2005 wurde das automatische Trennsystem für den Beinstrecker und die SOS Card eingeführt. Gemeinsam mit der Motorradindustrie haben wir 2007 Seitenprotektoren entwickelt. Bei einem seitlichen Aufprall kommt der Pilot anstatt eines Beckenbruchs mit einem blauen Fleck davon. 2008 kam das automatische Trennsystem für den Beschleuniger hinzu, welches als optionales Zubehör erhältlich ist.

Größensatz, Sitzbrett, Sitzbretttiefe, Rückenteil und Design wurden 2010 erneut optimiert. Für die Saison 2012 wurde Protektor und Rettungsaufhängung nochmal Sicherheitstechnisch verbessert und weiterentwickelt. Das CULT3 eignet sich vom Beginner bis zum angehenden Strecken- und Acropilot mit passiver Sicherheit und sehr hohem Komfort. Empfehlung: Gleitschirmrucksack Größe M |  Zubehör optional: MI Permanent Seitenprotektoren, AS Speed System

XS S M L XL  
150 160 170 180 Körpergröße min [cm]
165 165 175 185 195 Körpergröße max [cm]
30/34 32/36 34/38 35/40 38/42 Sitzbrett [cm]
4,4 4,5 4,6 4,7 4,8 Gewicht [kg]

Manchmal ist ein Unfall der Auslöser für die Entwicklung einer Innovation, das ist in der Automobilbranche so, und genauso auch in der Fliegerei.

So auch im April 2008: DHV-Sicherheitsreferent Karl Slezak berichtet von einem Unfall mit tödlichem Ausgang, wobei das Rettungsgerät beim Auslösen durch den nach hinten gewehten Beschleuniger gefallen war. Der Pilot war nicht mehr in der Lage die Rettung zu werfen. Dass die Fakten in diesem Fall tatsächlich dokumentiert werden konnten, ist nur dem Umstand zu verdanken, dass der, den Unfall aufnehmende Polizist, das Gurtzeug mit Reserve exakt in dem Zustand beließ, in dem er es fand.

Anders herum ist es durchaus möglich, dass diese Situation auch schon in der Vergangenheit auftrat, nur wurde es nicht bekannt. Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand: es ist möglich dass der Fahrtwind den Beschleuniger nach hinten, über das Paket mit dem Rettungsgerät weht. Das ist bei vielen Gurtzeugen mit Bottomcontainer möglich, daher haben wir im Anschluss an den Unfallbericht von Karl die Szenerie mit einem CULT XC, ebenfalls mit Bottomcontainer, nachgestellt.

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Bild 1: Beschleuniger weht nach hinten aus

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Bild 2: Reserve wird gezogen …

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Bild 3: … fällt durch den Beschleuniger …

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Bild 4: … und blockiert bei weiterem Zug am Griff

Diese Problematik tritt auch beim Beinstrecker auf, allerdings wird dieser bei skywalk schon immer automatisch beim Auslösen des Retters einseitig getrennt, es besteht daher keine Durchschlaufgefahr. Wenn die Reserve durch den zurückgewehten Beschleuniger gezogen wird, dann ist die Rettung für den Piloten in diesem Augenblick nicht mehr zu werfen! Würde er loslassen, dann bestünde noch die Chance dass die Reserve aufgeht, allerdings ist das in dieser Stresssituation von keinem Piloten zu erwarten. Die normale Reaktion ist, dass man mit aller Kraft zieht, um die vermeintliche Blockade zu lösen, siehe Bild 4 Je länger der Beschleuniger eingestellt ist, desto größer ist natürlich auch die Gefahr, dass er entsprechend weit nach hinten geweht wird. Die Problematik wird ebenfalls verschärft, wenn der Pilot vergessen hat den Beschleuniger an den Tragegurten einzuhängen, denn dann wird der Weg noch mal größer, der Beschleuniger kann weiter nach hinten auswehen. Gummirückholer, sofern sie 100% eingestellt und funktionsfähig sind, verbessern die Situation, sie sind aber anfällig (ausleiern, reißen) und wartungsintensiv, besonders wenn häufig beschleunigt geflogen wird. Skywalk entwickelte daher, parallel zur schon vorhandenen automatischen Trennung des Beinstreckers auch einen automatisch trennenden Beschleuniger, das AS-Speed System. (Automatic Separator) Dabei wird die schon vorhandene Splint-Schlaufen Trenneinrichtung des Beinstreckers durch ein ähnliches System für den Beschleuniger erweitert. Zieht der Pilot die Reserve, dann trennen sich, noch bevor das Paket herausfällt, sowohl der Beinstrecker als auch der Beschleuniger einseitig! Damit ist jedes Durchfallen-Verhängen der Reserve ausgeschlossen, die Gefahr zu 100% gebannt!

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Bild 5: Bei einer Rettungsauslösung wird die mit einem Splint (gelb) auf der rechten Gurtzeugseite gesicherte Verbindung zwischen Gurt und Befestigungspunkt von Beinstrecker und Beschleuniger vollständig getrennt. Dadurch wird ausgeschlossen, dass das Rettungsgerät durch Beinstrecker oder Beschleuniger hindurchfallen kann.

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Bild 6: Noch bevor die Rettung ganz herausgezogen ist, sind Beinstrecker und Beschleuniger auf der rechten Seite bereits vollständig vom Gurt getrennt. Es besteht keine Verhänggefahr!